Perspektive durch Arbeit

Wir haben einigen Künstlern auf den Philippinen, eine Perspektive durch Arbeit zu fairen Bedingungen schaffen können. Diese Produkte verkaufen wir auf dem  Dornbirner Wochenmarkt und in unserem Onlineshop. Mit dem Erlös werden unsere Künstler unterstützt, sowie werden Hilfsprojekte auf den Philippinen umgesetzt.

Haller

“Haller” war unsere 1. “Künstler” – 2015 brachten wir einen Werbebrieföffner von Österreich mit und fragten ihn so nebenbei ob er diesen in Bambus nachmachen könnte; er sagte ja ich probiere es und heraus kam unser jetziges Modell; wir gaben einige Stück in Auftrag und nahmen diese nach Österreich zu unseren Freunden als Souvenir mit und alle waren begeistert; wenn er das kann, dann kann er noch viel mehr und schon wurden neue Produkte angedacht; Haller ist verheiratet und hat mittlerweile 3 Kinder – und ist Teilzeit für uns tätig.


Raffy

Unser erster Künstler "Haller" hatte nicht soviel Zeit für uns übrig, aber wir brauchten unbedingt mehr manpower und suchten.. so hörten wir von “Raffy” der in der Region bereits als guter Schnitzer bekannt war>; Raffy half Schülern von Zeit zu Zeit bei bestimmten Projektarbeiten, arbeitete aber sonst in Manila in einer Socken/Strumpffabrik – da in der Heimatregion zu wenig Arbeit war/ist um seine Familie 8 Menschen zu ernähren; wir sprachen mit ihm, zeigten ihm einiges Sachen und boten ihm an, dass er 100% das ganze Jahr bei gutem Lohn für Franzis-Farm arbeiten kann; Raffy nahm diese Herausforderung sofort an und arbeitet seither bei uns, hilft und schult aber auch die anderen “Künstler” ein – es gibt hochwertigste Produkte welche nur Raffy umsetzen kann, er ist unser Vormann.


Roger

Anfang 2018 kam eine Bekannte zu uns und fragte ob wir nicht noch jemand für die Schnitzarbeiten brauchen können – da gibt es einen gewissen “Roger” der mit den Händen sehr geschickt ist. Roger hatte vor 4 Jahren einen Motorradunfall ist seitdem querschnittsgelähmt. 5 Kinder kein Einkommen – wir gaben ihm einige Probearbeiten und er erledigt diese sehr gut – seitdem ist er in unserem Team – Roger kann auf Grund seiner Problematik nur 2- 4 Stunden am Tag arbeiten, aber das ist für uns ok. – seine beiden größeren Söhne helfen ihm und arbeiten ihm zu.


Roberto

“Roberto” kam 2017 zu uns, da wir so viele Aufträge hatten und diese termingerecht produzieren mussten. Roberto ist eigentlich Fischverkäufer, d.h. er verkauft die in der früh und am Abend gefangenen Fische mit seinem Moped im Ort; er ist sehr froh über diesen Zusatzverdienst, da seine 6-köpfigen Familie ansonsten nur einen sehr kleinen Lohn hat.


Marlyn

2017 entschieden wir uns auf Grund von verschiedenen Anfragen, dass wir auch Näharbeiten vergeben könnten, aber wie zu einer Näherei und einer Näherin kommen? und hier spielte der Zufall eine große Rolle; unsere Vizeobfrau Kai wollte sich in der Provinzhauptstadt Kalibo in einer Näherei eine Bluse für eine Hochzeit nähen lassen, was durchaus üblich ist; das Gespräch darüber wurde mit der Vorarbeiterin Marlyn geführt; man sprach auch über dies und jenes und über die Arbeitssituation von Marlyn; in der Früh 1/2 Stunde Fußmarsch aus dem Dschungel zur Busstation, von dort ca 30-40 Minuten zu der Arbeitsstelle, 8 Stunden Arbeit, ein Lohn von 4 € p/Tag, dann wieder zurück; man kann sich das nicht vorstellen; Wenn sie eine Nähmaschine hätte? und Aufträge? fragte Kai – das wäre wie Weihnachten und Ostern zusammen, aber wie soll das gehen ich kann das nicht finanzieren; o.k. wir dachten darüber nach und suchten ein Land zum mieten – wir fanden eines machten einen 10 Jahres Pachtvertrag und bauten eine Näherei...Marlyn kann nicht schreiben und lesen, aber sie ist eine perfekte Näherin; im Februar 2018 gings los;

mittlerweile wohnt ihre komplette Familie – 3 Söhne mit Frauen und Kinder insgesamt 12 Leute im Zubau zur Näherei;


Robert

“Robert” ist Gelegenheitsarbeiter am Bau und am Reisfeld und sucht immer wieder Arbeit; auch ihm gaben wir Probeaufträge und er machte diese einwandfrei – so haben wir ihn nun als 6.  im Künstler-Team von Franzis-Farm.